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Bionic-Plattform von Össur

Intelligente Biotechnologie ersetzt menschliche Funktionen

Ob Gehen, Laufen oder Treppensteigen, unsere Bewegungen sind darauf ausgerichtet, mit möglichst wenig Energie sicher und leicht ans Ziel zu kommen. Die Rolle des zentralen Rechners übernimmt dabei unser Gehirn. Es registriert bei jedem Schritt die inneren und äußeren Kräfte und setzt sie in symmetrische Bewegungen um.

Eine Beinamputation bringt diesen natürlichen Ablauf aus dem Gleichgewicht. Herkömmliche Prothesen können neben statischem und kosmetischem Ausgleich nur ausgewählte Funktionen in der Dynamik und im Gangablauf übernehmen. Betroffene versuchen daher, mit großem Aufwand den funktionellen Verlust der Muskeln und Nerven durch unnatürliche Ausgleichbewegungen zu kompensieren. Dies führt zu falschem Gehen und langfristig zu Haltungsschäden. Die natürliche, individuelle Körperbewegung scheint für immer verloren.

Innovative Prothetik beginnt an diesem Punkt. Das isländische Unternehmen Össur definiert mit seinen wegweisenden bionischen Produkten, der Verbindung von Biologie, Mechanik und Elektronik, die Orthopädietechnik völlig neu. Prothesen auf bionischer Grundlage übertreffen das Leistungsvermögen herkömmlicher Prothetik und sind in der Lage, die Funktionen verlorener Gliedmaße in ungeahntem Maße wieder herzustellen.

In Partnerschaft mit weltweit fortschrittlichen Technologie-zentren erforscht und entwickelt Össur die wissenschaftliche Plattform für die neuen Technologien. Zielsetzung ist das Überleiten komplexer biologischer Vorgänge in biomechanische Abläufe, mit denen durch Amputation verlorene körperliche Funktionen vollständig wieder hergestellt werden.

Auf der Basis der „Bionic Technology By Össur“ entstehen revolutionäre und weltweit erfolgreiche Produkte. Die ersten

bionischen Prothesensysteme auf dieser Plattform sind:

  • Rheo Knee- ertes, lernendes und adaptierendes Kniegelenksystem
  • Power Knee- erstes aktiv die Muskelkraft ersetzendes Beinprothesensystem (Weltneuheit)
  • Proprio Foot- erstes intelligentes und adaptierendes Prothesenfußsystem (Weltneuheit)

Die bionische Quadriga

Die Kunst, mit Hilfe bionischer Prothesen verlorene anatomische Funktionen wieder herzustellen, beruht auf den vier Komponenten Wahrnehmen, Denken, Handeln und Kraft.

Wahrnehmen: Hochentwickelte Sensortechnologie imitiert körpereigene Mechanorezeptoren und entwickelt eine künst-liche Wahrnehmung (Propriorezeption) der aktuellen Körper-position im Raum und in der Bewegung. Lastenübertragung und Winkelstellungen werden dabei bis zu 1600 Mal in der Sekunde adaptiert.

Denken: Patentierte Formen künstlicher Intelligenz (artificial intelligence – AI) ersetzen die fehlende Schnittstelle zum zentralen Nervensystem. Sie verarbeiten die von Sensoren erfassten Daten, und bestimmen die geeignete Aktion für den nächsten Schritt. Darüber hinaus sind sie in der Lage, den Anwender und dessen Verhalten zu analysieren, aus Erfahrungen zu lernen, das Gelernte umzusetzen und die Steuerungen des Moduls selbst zu justieren.

Handeln: Die künstliche Intelligenz (AI) übermittelt einen gleichmäßigen Datenstrom an Befehlen, der die hochent-wickelte Steuerungstechnologie anweist, die entsprechende Aktion auszuführen und optimale Funktionen zu liefern.

 

Mit „Bionics Technology By Össur“ steht das Unternehmen für den Beginn einer neuen Technologieära, die sich an der Physiologie des Menschen orientiert. Deshalb forscht das Unternehmen Össur bereits auch in Fachbereichen wie Osseointegration (Ein- und Ausbau künstlicher, statisch belastbarer Produkte in den Knochen) und Neurowahrnehmung (direkte Verbindung der Funktionen der Prothese mit dem zentralen Nervensystem). Ein Ausblick in die Zukunft, der Amputierten weltweit mehr Selbstbestimmtheit trotz Handicap verspricht.

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